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Foley – das Vertonen eines Cartoons

Foley – das Vertonen eines Cartoons

6. Januar 2025

von Lisa Strebel

von Stephanie Römer

Tätssschhh, Bummmm, Bääämmm! So ähnlich klang es auch bei uns. Einen Cartoon neu und mit eigenen Sounds zu vertonen – definitiv ein herausforderndes Projekt.

Was ist Foley?

Unter Foley (zu Deutsch: «Geräuschemachen») versteht man die Kunst des Nachvertonens von alltäglichen Geräuschen. Diese Technik kommt nicht nur bei Animationsfilmen zum Einsatz, bei denen es keine Originaltöne gibt, sondern auch in Spielfilmen, Serien und Videospielen. Schritte, das Klappern von Küchengeräten, das Quietschen von Türen – all das wird oft nachträglich im Studio erzeugt. Der Vorteil? Man hat volle Kontrolle über die einzelnen Töne, kann sie gezielt einsetzen und perfekt anpassen.

Die Magie hinter den Geräuschen

Viele der Geräusche, die man in Filmen hört, stammen nicht von dem, was man sieht. Mit einem aufmerksamen Ohr fällt auf: Ein Donnerschlag entsteht oft durch das Schütteln eines Metallblechs, eine Explosion wird mit einer aufgeschlagenen Melone simuliert. Auch in unserem Projekt haben wir kreative Wege gefunden, um Klänge zweckzuentfremden.

Das Ergebnis

Mithilfe von Geschirrspülern, Polenta und vielen weiteren Alltagsgegenständen konnten wir den Cartoon neu vertonen und eine lebendige Klangkulisse erzeugen. Nicht perfekt passende Aufnahmen haben wir in Adobe Audition gepitcht, verlangsamt und geloopt, bis sie zum jeweiligen Bild genau gepasst haben.

Mit viel Recherche, Ausprobieren und Freude am Ton erhält man nicht nur ein neu vertontes Video, sondern auch eine Menge neuer Skills in der Soundproduktion.

Einblicke in die Produktion

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(pru)

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