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Aviatik neu denken: Der Weg zum emissionsfreien Fliegen

Aviatik neu denken: Der Weg zum emissionsfreien Fliegen

8. Januar 2025

von Chantale Ehrle

Die Zukunft der Aviatik verlangt nach neuen Lösungen. Um dem Ziel des emissionsfreien Fliegens näherzukommen, müssen nachhaltige Flugzeugantriebe entwickelt werden. Diese Idee verfolgt CELLSIUS – ein Projekt, das Aufmerksamkeit verdient.

CELLSIUS ist ein Projekt, das den Umweltschutz mit technologischer Innovation in der Luftfahrt vereint. Unterstützt von engagierten Studierenden der ETH Zürich, setzt der Verein auf praxisorientierte Forschung und innovative Ideen, um das Fliegen der Zukunft zu gestalten.

Ich hatte das Privileg, das Team an einem Tag mit der Kamera zu begleiten und einen Einblick in dieses visionäre Projekt zu bekommen.

Denkansätze, die die Zukunft prägen

Die beiden aktuellen Projekte von CELLSIUS, die e-Sling und das H2-Projekt, haben bereits bedeutende Fortschritte erzielt. Die e-Sling, ein vierplätziges, emissionsfreies Elektroflugzeug, feierte am 19. September 2022 ihren erfolgreichen Erstflug. Dieses Projekt hat das Potenzial, die Luftfahrtindustrie in eine neue Ära des grünen Fliegens zu führen. So könnte zukünftig auch möglich sein, dass Flugschulflugzeuge emissionsfrei fliegen. Derzeit konzentrieren sich die Arbeiten auf die Testphasen der Wasserstoff- und Elektrosysteme sowie den Zusammenbau eines neuen Flugzeugs. CELLSIUS hat es sich zum Ziel gesetzt, den Weg für eine nachhaltige Luftfahrt zu ebnen.

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Die Köpfe hinter dem Projekt

Lars Meyer, Teamleiter der Wasserstoffsysteme bei CELLSIUS, erzählt von den täglichen Herausforderungen und Fortschritten des Projekts. «Ich bin super stolz auf das, was wir bisher erreicht haben. Der erste Onboarding-Event im Hangar war ein grosser Schritt. Das Projekt hat sich rasant entwickelt und täglich verändert sich etwas Neues», berichtet Lars. Insbesondere auch die Komplexität des Projekts: «Es geht nicht nur um Technologie, sondern auch um die politischen und Zertifizierungsprozesse, die das Projekt vorantreiben müssen. Es ist viel komplexer, als nur ein Flugzeug flugbereit zu machen.»

Leon Luz, zuständig für die elektrischen Systeme und das Sponsoring, hebt hervor, wie spannend es ist, mit den unterschiedlichen Meinungen und Ideen konfrontiert zu werden. «Es ist eine Leidenschaft, die mich antreibt. Die Herausforderungen sind gross, aber die Aussicht, die Zukunft zu verändern, ist noch grösser», so Leon. Gian Götsch, verantwortlich für den Zusammenbau und die Verkabelung des Flugzeugs, betont die Bedeutung von Teamarbeit der insgesamt zwölf Studenten. «Technische Fähigkeiten sind wichtig, aber die Zusammenarbeit im Team ist entscheidend, um das Ziel zu erreichen», so Gian. Er weist auch auf die wertvolle Unterstützung von externen Universitäten und Freelancern hin, die das Projekt tatkräftig unterstützen.

Die nächste Etappe: Flüssigwasserstoff als Schlüssel zur Zukunft

Die Studierenden entwickelten ein elektrisch betriebenes Flugzeug, das auf dem Design eines südafrikanischen Tiefdeckers basiert. Das nächste grosse Ziel für CELLSIUS ist die Entwicklung eines Antriebs mit Flüssigwasserstoff. «Flüssigwasserstoff ist die Zukunft der Luftfahrt», erklärt Lars Meyer. «Er wird es ermöglichen, emissionsfrei zu fliegen, und die Reichweite von Flugzeugen erheblich erweitern. Es ist unglaublich aufregend, Teil dieses Projekts zu sein.»

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Das zwölfköpfige Team von CELLSIUS lässt uns an ihren Fortschritten teilhaben. Mit jedem Schritt kommen sie dem Traum vom emissionsfreien Fliegen näher. Updates von den verschiedenen Modulen, die das Team bearbeitet, werden regelmässig geteilt. Interessierte können die Entwicklungen und die Fortschritte der ersten emissionsfreien Flugzeuge auf Instagram und LinkedIn verfolgen.

(pru)

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